Das Ziel des Bundes, den „Deutschland-Takt“ zu realisieren, kann auch in der Region Stuttgart und im Landkreis Esslingen schon bald Realität werden. Die Chancen dafür stehen gut und die jüngsten Signale aus Berlin lassen hoffen, dass mit einem Gäubahntunnel nicht nur der „Deutschland-Takt" sondern zugleich eine Trennung von Nah- und Fernverkehr auf der Filderbahn möglich wird. Diese getrennte Trassenführung bietet Chancen für weitere verbesserte Taktplanungen. Der geplante Viertelstundentakt im S-Bahnverkehr ab Dezember 2021 kann nur ein Zwischenschritt sein. Ein 10-Minunten-Takt ist das Endziel. Der Reisende soll ohne Blick auf die Uhr ein attraktives, zuverlässiges und regelmäßiges Verkehrsangebot haben.

„Mit dem Gäubahntunnel erreichen wir diese zuverlässigen Verbindungen für die gesamte Region und können damit auch gänzlich auf den Bau eines dritten Bahnsteiges und der baubedingten Unterbrechung des S-Bahn-Verkehres von Echterdingen bis Filderstadt verzichten. Das ist ein riesen Gewinn, nicht nur für den Landkreis Esslingen“, so der eEsslinger CDU-Regionalrat Tim Hauser.

Das sieht auch die CDU-Regionalrätin Ilona Koch aus Leinfelden-Echterdingen so: „Die Anbindung der Gäubahn mit einem neuen Tunnel an Landesflughafen und Landesmesse sichert der von Landwirtschaft geprägten Filderregion auch weiterhin wertvolle Ackerböden und verhindert weitere Flächenversiegelungen. Kein zusätzlicher Flächenverbrauch ist ein starkes Argument für die Tunnelanbindung.“

Trennung von Nahverkehr und Fernverkehr ist entscheidend

Die konsequente Trennung von Nahverkehr und Fernverkehr ist Voraussetzung für mehr Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und einer noch attraktiveren Taktung. Es bieten sich viele neue weitere Anbindungen und Verbindungen für die Zukunft sowohl im Nahverkehr als auch im Fernverkehr.

„Weshalb sich ausgerechnet Verkehrsminister Hermann für den Mischverkehr auf den Filderbahn ausspricht und damit gegen eine Ausweitung klimafreundlicher S-Bahnverkehre, erschließt sich nicht“, ergänzen die Regionalräte Hauser und Koch übereinstimmend.
Zeitgleich fordere der Verkehrsminister einen teuren unterirdischen Ergänzungsbahnhof am Stuttgarter Hauptbahnhof, der "keinerlei positive verkehrliche Wirkung nachweist", meinen Koch und Hauser.

Unabhängig von der nicht nachvollziehbaren Verkehrspolitik des Verkehrsministers bleibt die CDU bei ihrer Auffassung, Nah- und Fernverkehr weiterzuentwickeln. Bereits nächste Woche wird im Verkehrsausschuss der Region Stuttgart über den 15-Minuten-Takt zwischen Stuttgart – Leinfelden-Echterdingen - Flughafen – bis nach Filderstadt entschieden. Die dazu geführte Diskussion mache deutlich, wie wenig Spielraum bei Taktverbesserungen vorhanden sei. Die Auslastung der Schieneninfrastruktur sei hoch und zeige bereits heute, dass die Schiene ohne Infrastrukturausbau keinen signifikanten Beitrag zur Mobilitätswende leisten könne. Die beiden Regionalräte aus dem Landkreis Esslingen werden im Verkehrsausschuss für den Viertelstundentakt stimmen.

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