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18.01.2018

Experten begrüßen Weiterentwicklung des Hochschulrechts

Andreas Deuschle leitete als Vorsitzender des Wissenschaftsausschusses die Öffentliche Anhörung zur Novelle des Landeshochschulgesetzes.

Andreas Deuschle leitet Öffentliche Anhörung im Landtag

Die Pläne der Regierungsfraktionen zur Weiterentwicklung des baden-württembergischen Hochschulrechts stoßen bei Experten überwiegend auf große Zustimmung. Das wurde am Mittwoch bei der Öffentlichen Anhörung des Wissenschaftsausschusses deutlich.

Die Gesetzesnovelle sieht etwa vor, dass die Doktoranden einen eigenen Status in den Hochschulgremien erhalten. Damit bekommt die junge Generation von Nachwuchswissenschaftlern erstmals in Deutschland eine starke Stimme an den Universitäten.

Außerdem soll Studierenden einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) die Promotion erleichtert werden. Konkret sollen etwa HAW-Professoren, die Doktoranden betreuen, im Rahmen einer Assoziierung die Ressourcen einer Universität mitnutzen können. Ein Schritt zu mehr Bildungsgerechtigkeit in unserer vielfältigen Bildungslandschaft.

Auch werden an den Unis neue Spielräume geschaffen, damit mutige, kreative Absolventen leichter ein eigenes Unternehmen gründen können. So können künftig Hochschulen ihren ehemaligen Studierenden erlauben, ihre Einrichtungen bis zu drei Jahre lang weiter zu nutzen, um den Übergang vom Studium zur eigenen Unternehmung zu erleichtern.

Die CDU hatte im Vorfeld noch einige Änderungen gegen die Grünen durchsetzen können, was die Umsetzung eines Verfassungsgerichtsurteils betrifft: So wurde beispielsweise die Position des Kanzlers nochmals gestärkt, um die Steuerungsfähigkeit der Hochschulen sicherzustellen. Oder das Politische Mandat für die Verfassten Studierendenschaften wurde auf Druck der CDU gestrichen, damit sich Studentenvertretungen künftig auf die Hochschul- und nicht auf Weltpolitik konzentrieren.

Allerdings gab es aus der Reihe der insgesamt zwölf Referenten, die bei der Öffentlichen Anhörung ihre Stellungnahme abgegeben haben, noch weitere Anregungen. Etwa, was den Status der Doktoranden anbelangt: Sie sollten nicht den Studierendenstatus erhalten, sondern einen eigenen Status. Die gehörten Anregungen nehmen wir natürlich gerne auf, um das Gesetz nochmal besser machen. 

Die ganze Anhörung als Video finden Sie hier: www.landtag-bw.de/home/mediathek/videos.html

 
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